Aktive Menschen Bremen e.V.                                                                        Bremen, den 31.  März 2020

Begegnungszentrum Huchting

Helga-Jansen-Haus 

Liebe Freunde,

 

wir hoffen Ihr seid gesund. Und wir hoffen sehr, dass alle mit den notwendigen Einschränkungen zurechtkommen. Es gibt eine Flut von Informationen über die Medien, aber es fällt schwer, die tatsächliche Lage  herauszufiltern. Als kleine Hilfe senden wir den nachfolgenden Text, den der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion  Arno Gottschalk, zusammengestellt hat (30.3.2020)

Die entsprechenden Grafiken sind als Anlage beigefügt.

 

Erläuterungen:

  1. Schaubild Tägliche Steigerungsraten Infizierte in Deutschland

„#coronavirus in Deutschland

Die Zahl der gezählten Infizierten laut worldometers.info weist für gestern mit +7% den bislang geringsten Anstieg seit dem 29. Februar auf.“

Auf die Frage, ob die Kontaktbeschränkungen wirke

„Die Inkubationszeit soll schwerpunktmäßig bei 5-6 Tagen liegen. Die ersten Kontaktbeschränkungen (Schulschließungen etc.) galten ab Montag, den 16.3. Am Wochenende danach sank das Niveau der Steigerungsraten von fast 30% auf die Hälfte.

Vom 23.4. an wurden die Kontaktbeschränkungen verschärft. Ab dem Sonntag darauf ist eine erneute deutliche Absenkung der Steigerungsraten erkennbar. Das deutet, bei aller Vorsicht, mit der die Zahlen zu bewerten sind, auf eine Wirksamkeit der Maßnahmen hin. Ob das nachhaltig ist, müssen die nächsten Tage zeigen.“

 

  1. Schaubild Zahl und Steigerungsraten der Aktiven Fälle„     #Coronavirus

Gestern wurden von worldometers.info 4.289 neue Genesene gezählt. Die Zahl der aktiven Fälle (gezählte Infizierte abzüglich Genesene) stieg damit erstmals nicht weiter an. Die linke Achse des Schaubilds zeigt die Zahl der Fälle (blau), die rechte die Steigerungsrate (orange) in %.“

 

  1. Schaubild Fälle in Bremen

„#coronavirus in Bremen

Gestern war mit 2,4 % (7 neue Infizierte) der geringste Anstieg der festgestellten Corona-Fälle insgesamt seit 3 Wochen zu verzeichnen. Die Zahl der aktiven Fälle (ohne Genesene) war sogar erstmals rückläufig.“

 

Zu guter Letzt ein Vorschlag: Wir befinden uns in einer ernsten Situation, von der wir nicht wissen, wie lange sie anhalten wird. Schon jetzt ist klar: die Kontaktbeschränkungen und -empfehlungen für die älteren Generationen als besonders gefährdete Gruppe werden sicherlich noch länger dauern als für die übrige Bevölkerung. Wichtig ist deshalb, dass wir den Mut, den Optimismus und die Geduld nicht verlieren. Gerade, wenn der jetzige Ausnahmezustand noch länger anhält, wird das mitunter gar nicht so einfach sein. Wir sollten uns deshalb selbst ein mutmachendes Zeichen setzen.

 

Lasst uns jeden Tag einen Apfel essen! 

Ein Apfel ist ein Symbol des Neuanfangs und des Lebens – und er ist obendrein gesund. „An apple a day, keeps the doctor away“ – sagen die Engländer – „ein Apfel am Tag hält den Doktor fern.“  Wenn wir das alle tun, haben wir jeden Tag ein paar Minuten, um daran zu denken, dass wir eine Gemeinschaft sind.  Wenn wir daran denken – und täglich unseren Apfel essen – dann wird uns das auch jetzt gelingen!

 

Soweit der Text von Arno Gottschalk.

Aber es gibt auch viele Mut machende Beispiele für unser Zusammenleben:

Es muss nicht allein ein Apfel sein.

 

Beispiel 1:

Es klingelt.  Ehemann: „Lass niemanden herein “, Ehefrau: „Ich schau mal nach“.

Und tatsächlich, unten am Treppenabsatz stehen zwei Freundinnen aus der Begegnungsstätte Helga-Jansen-Haus. Nach einigem Gelächter gibt es ein munteres Gespräch und viel Freude bei den Beteiligten über das Wiedersehen, in gebührendem räumlichen Abstand. 

 

Beispiel 2:

Ein Rentnerehepaar schafft es nicht, die schwere Kellertür zum Heizungskeller auf zu bekommen.

Die Ehefrau ruft bei dem jüngere Nachbarn an und bittet um Hilfe. Er ist auch sofort zur Stelle und schafft es durch Anheben der Tür sie wieder aufzumachen. Sein Kommentar: „Wenn ihr was braucht sagt Bescheid, ich helfe euch.“ Danke für diese Unterstützung!   

Das sind nur zwei kleine Beispiele aus dem  Alltag. Es wäre schön, wenn Ihr uns weitere Erlebnisse berichten könntet, wir würden sie dann entsprechend auf der Homepage weitergeben.

 

Viele Grüße und viel Mut zum weiteren Durchhalten.

Team und Besucherrat Helga-Jansen-Haus.

 

AMeB-Begegnungsstätte Helga-Jansen-Haus, An der Schüttenriehe 8 , 28259 Bremen, 

Telefon: 583375 (auch bitte auf Anrufbeantworter sprechen), Mail: bgst-huchting1@web.de

 

 

 

 

"Die Broschüre steht in den Begegnungsstätten kostenlos zur Verfügung."

Der Kellner-Verlag hat uns das jetzt freigegeben.

 

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