Aktive Menschen Bremen e.V.

 

Begegnungszentrum Huchting 

 

Wir haben bis zum 19.4.2020 geschlossen

 

 

Liebe Besucher*innen des Begegnungszentrums ,

aufgrund der Corona Krise sind auch wir angehalten zu schließen.

Veranstaltungen, Kurse und Gruppen finden bis zum 19.4. nicht statt. Wir hoffen, dass es durch die ergriffenen Maßnahmen gelingt, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Telefonisch und per E Mail sind wir weiterhin für Sie erreichbar.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Unterstützung oder Hilfe benötigt wird.

 

 

Tel 0421 583375

E Mail bgst-huchting1@web.de

 

Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen mit Ihnen!

 

Bleiben Sie gesund und achten Sie auf sich und Andere

 

                                                                                                          Aktive Menschen Bremen e.V.

                                                                                                                         Begegnungszentrum Huchting

                                                                                                                         Helga-Jansen-Haus

 

                                                                                                                           

 

 

 

Bremen, den 30.  März 2020

 

Liebe Freunde,

 

 

wir hoffen Ihr seid gesund. Und wir hoffen sehr, dass alle mit den notwendigen Einschränkungen zurechtkommen..

 

Es gibt eine Flut von Informationen über die Medien, aber es fällt schwer, die tatsächliche Lage herauszufiltern.

Als kleine Hilfe senden wir den nachfolgenden Text, den der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion  Arno Gottschalk, zusammengestellt hat (29.3.2020)

Die entsprechenden Grafiken sind als Anlage beigefügt.

 

 

  1. Das erste Schaubild zeigt, dass ab dem Wochenende nach den ersten einschneidenden Maßnahmen (Schulschließungen etc. ab 16.3.) die Steigerungsraten bei den festgestellten Infizierten auf ein deutlich niedrigeres Niveau gesunken sind. Berücksichtigt man, dass zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit im Mittel 5-6 Tage liegen sollen, so deutet das daraufhin, dass die Maßnahmen Wirkung gezeigt haben. Ein entsprechender Effekt lässt sich für die verschärften Maßnahmen ab dem 23. März bislang noch nicht beobachten. Die tägliche Wachstumsrate lag zwar gestern um einen Prozentpunkt unter dem Durchschnitt der vorausgegangenen Tage. Das ist aber keine Größenordnung, die einen weiteren Trendbruch signalisieren würde. Wir müssen deshalb schauen, was die nächsten Tage an Zahlen bringen werden.

 

  1. Die Zahl der festgestellten Infizierten verläuft in Deutschland allerdings mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Die gestrige Steigerungsrate von 13,4 Prozent bedeutet – wenn man sie in die Zukunft verlängert - eine Verdoppelung der Zahl in 5,5 Tagen. In Bremen, wo bis gestern 278 positiv Getestete gezählt wurden, lag dieser Wert zuletzt bei rund 10 Tagen. Dazu die zweite Anlage. Das ist erstmal ein positives Zeichen und deutet darauf, dass die Verbreitung bei uns langsamer verläuft – und womöglich die getroffenen Regeln strikter eingehalten werden. Wollen wir hoffen, dass sich dieses positive Bild im Vergleich zu anderen anderen Bundesländern erhält. Wir sind natürlich keine Insel und man muss abwarten, inwieweit das weiter gelingt.

 

Kleiner Tipp: Wer selbst einmal ausrechnen will, wie lange es bei einer bestimmten Wachstumsrate dauert, bis eine Verdoppelung erreicht wird: die Zahl 72 durch die Wachstumsrate (ohne Prozent) teilen. Ein Beispiel. Die Steigerungsrate liegt bei 6 Prozent. Dann lautet die Faustformel: 72 : 6 (Prozent) = 12 (Tage – oder Monate bzw. Jahre je nachdem, für welchen Zeitraum die Steigerungsrate gilt). Oder umgekehrt: Wie hoch ist die Wachstumsrate, wenn sich eine Zahl in 20 Tagen verdoppeln soll? 72 :20 (Tage) = 3,6 (Prozent pro Tag)

 

  1. Die Entwicklung der von der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz für das Land Bremen gemeldeten Fälle habe ich in der Anlage 3 dargestellt.

 

  1. Inzwischen gibt es auch eine wachsende Zahl von Menschen, die die Erkrankung überstanden haben und wieder geheilt sind. Ich habe das für Deutschland insgesamt im Schaubild in der vierten Anlage dargestellt. Insgesamt sind mittlerweile rund 8.500 Erkrankte wieder genesen. 

 

  1. Gleichwohl befinden wir uns hierzulande immer noch in einer eher frühen Phase der Pandemie. Der Senat hat deshalb die Diskussionen über eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen als verfrüht bezeichnet und zugleich auch die Vorbereitungen auf einen Anstieg ernster Erkrankungen weiter vorangetrieben. Eine Zusammenfassung dazu findet sich hier bei buten und binnen: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/politik/corona-senatspressekonferenz-hilfspaket-bremen-100.html

 

Zu guter Letzt ein Vorschlag: Wir befinden uns in einer ernsten Situation, von der wir nicht wissen, wie lange sie anhalten wird. Schon jetzt ist klar: die Kontaktbeschränkungen und -empfehlungen für die älteren Generationen als besonders gefährdete Gruppe werden sicherlich noch länger dauern als für die übrige Bevölkerung. Wichtig ist deshalb, dass wir den Mut, den Optimismus und die Geduld nicht verlieren. Gerade, wenn der jetzige Ausnahmezustand noch länger anhält, wird das mitunter gar nicht so einfach sein. Wir sollten uns deshalb selbst ein mutmachendes Zeichen setzen.

 

Lasst uns jeden Tag einen Apfel essen!  

 

 

Ein Apfel ist ein Symbol des Neuanfangs und des Lebens – und er ist obendrein gesund. „An apple a day, keeps the doctor away“ – sagen die Engländer – „ein Apfel am Tag hält den Doktor fern.“  Wenn wir das alle tun, haben wir jeden Tag ein paar Minuten, um daran zu denken, dass wir eine Gemeinschaft sind.  Wenn wir daran denken – und täglich unseren Apfel essen – dann wird uns das auch jetzt gelingen!

 

 Soweit der Text von Arno Gottschalk

Aber es gibt auch viele Mut machende Beispiele für unser Zusammenleben:

Es muss nicht allein ein Apfel sein.

 

Beispiel 1:

Es klingelt.  Ehemann: „Lass niemanden herein “, Ehefrau: „Ich schau mal nach“.

Und tatsächlich, unten am Treppenabsatz stehen zwei Freundinnen aus der Begegnungsstätte Helga-Jansen-Haus.

Nach einigem Gelächter gibt es ein munteres Gespräch und viel Freude bei den Beteiligten über das Wiedersehen,

in gebührendem räumlichen Abstand.  

 

Beispiel 2:

Ein Rentnerehepaar schafft es nicht, die schwere Kellertür zum Heizungskeller auf zu bekommen.

Die Ehefrau ruft bei dem jüngere Nachbarn an und bittet um Hilfe. Er ist auch sofort zur Stelle und schafft es durch Anheben der Tür sie wieder aufzumachen.

Sein Kommentar: „Wenn ihr was braucht sagt Bescheid, ich helfe euch.“

 

Danke für diese Unterstützung!    

 

Das sind nur zwei kleine Beispiele aus dem  Alltag. Es wäre schön, wenn Ihr uns weitere Erlebnisse berichten könntet, wir würden sie dann entsprechend auf der Homepage weitergeben.

 

Viele Grüße und viel Mut zum weiteren durchhalten.

 

Team und Besucherrat Helga-Jansen-Haus.

 

AMeB-Begegnungsstätte Helga-Jansen-Haus, An der Schüttenriehe 8 , 28259 Bremen, 

Telefon: 583375 (auch bitte auf Anrufbeantworter sprechen), Mail: bgst-huchting1@web.de